Progress to see

17.4.2018

Und wieder 2 Wochen rum. Besser ich freunde mich mit dem neuen Rhythmus an, anstatt mich zu ärgern. Die schöne Energie benutze ich doch lieber für wichtigere Dinge. Und davon gibt es viele. Wie z.B. die Hochzeit unserer Nachbarin wo ich geholfen habe, nicht direkt Nachbarin, aber sie wohnt doch so nah dran, dass ich nachts fast aus dem Bett gefallen bin, weil ihre Musik so laut war. Ich war mehr wie froh, als dieses Spektakel sein Ende hatte. Schließlich liebe ich ja die Ruhe hier so.  Es war ein riesen Fest und ging fast eine Woche lang. Jeden Tag trafen sich die Frauen des Dorfes vormittags zu gemeinsamen Vorbereitungen des eigentlichen Festes und des Festes selber. Dazu gehörten backen und  kochen, denn wer hilft kann ja nicht daheim sein zum Kochen. Und ich mitten drin und doch nicht dabei. Lampungnesisch heißt die Sprache hier unten und aller beherrschen sie nur ich nicht. Ok sie sprechen auch alle indonesisch, aber  über das  alltägliche Geplänkel ging es eh nie hinaus und ob mich wirklich interessiert wie die Unterhose des Nachbarn aussieht, bezweifle ich eh.

Bei Kindern gibt es da wohl noch mehr zum austauschen, aber auch hier macht sich bemerkbar, dass das Lampungnesisch alles etwas verkompliziert und somit den Prozess des Zusammenfindens verlangsamt. Wir werden wohl ein paar Kinder aus dem Dorf arrangieren, damit sie uns diese Sprache näher bringen. Trotzdem haben Ida und Ella Spaß bei spielen mit ihnen und das inzwischen auch auf unserem angefangenen Spielplatz.

Viel sichtbares geschaffen haben wir auch, eigentlich wollte Jo nur eine Bank an dem Platz, wo er morgens immer sitzt, Kaffee trinkt und Wellen schaut. Daraus wurden dann  2 Bänke, 1 Tisch, 1 Mülleimer, 1 Traumfänger,  1 Willkommenszeichen und 1 Schaukel. Seitdem können wir uns selten trennen von diesem Platz, vor allem nicht wenn es gerade Swell hat und Leute draußen sind, die surfen können.

Und das hatten wir, denn die WSL läuft gerade in Tanjung Setia und da gab es Startschwierigkeiten am ersten Tag, sodass viele den frischen Swell nutzen und sich bei uns vor der Haustür austobten. Besser wie im Fernsehen! Es war eine reine Freude den Jungs bei ihrer Barrel search zu zusehen.

Und dann war der Tag endlich da und Ida kam mit 2 Eiern an! Was für eine Freude! Und was für ein Geschmack! Obwohl Ida sie erstmal gar nicht essen wollte, weil sie lieber wieder Küken haben will. Bekommt sie auch wieder! Die legen ja öfter mal ein Ei, nur nicht wie erwartet täglich. Wieder was gelernt..

Stolze Bienenbesitzer sind wir inzwischen auch! Jo hatte beim Nachbarn geholfen, einen Baum zu fällen und dann war da der Stamm hohl und gefüllt mit Bienenwaben. Der Nachbar wollte sie nicht, also haben wir mal eben das Auto aus der Garage geholt, den riesigen Baumstamm hinein gerollt und auf unser Land gebracht. Es wurde erstaunlicher Weise niemand gestochen und ihren neuen Platz haben sie inzwischen auch angenommen. Umsiedlung erfolgreich abgeschlossen. Ich hatte gedacht, damit könnte es Probleme geben. Und wieder ein neues Lernfeld: wie erntet man den Honig.

Ida ist in der Zeit 7 geworden und der ganze Tag drehte sich natürlich nur um sie und ihre Wünsche. Also gab es erstmal Cornflakes zum Frühstück, zum Lunch Eis,  Pommes zum Mittag, Babychino (selbstgemacht) und Kuchen zur Kaffee Zeit  und Pizza zum Abendbrot mit drauf folgendem Stockbrot und Marshmallows am Lagerfeuer. Was für ein Kindertag! Und zwischendurch immer wieder Filmchen schauen..

Dann haben die Kinder entdeckt wie toll doch das Riff hier vor der Tür bei Ebbe zum schnorcheln ist! Ich bin dann auch mit und bin echt beeindruckt von dessen Furchen an denen sich links und rechts das Riff dann aufbaut. Einfach wunderschön! Und es hat auch so einiges an Fische hier.Kleine, aber nicht wenige! Jetzt geht es erstmal ans bestimmen und Namen herausfinden.  Das ist alles so faszinierend, dass sie jeden Tag aufs Neue Raus wollen in diese schöne Unterwasserwelt. Ist ja auch eine andere Welt. In die man so schön abtauchen kann.

Aber Backgammon ist und bleibt unantastbar und wird überall und jederzeit gespielt, auch allein gegen sich selbst aber am liebsten doch mit unserem Besuch, der direkt nach der Dusche abgefangen wird zum nächsten Spiel 😉

 

 

 

 

 

 

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