Versunken in Gartenarbeit

07.08.2018

Und schon wieder ist massig Zeit ins Land gegangen. Produktive Zeit ohne Frage, allerdings ist die irgendwie schwer einzufangen. Ich versuche Euch trotzdem kurz einen kleinen Einblick zu geben.

Hier zum Beispiel habe ich einen Blumenkasten aus gefundenen Holzresten zusammengebaut und so wie ich es damals auf der KulKulFarm in Bali gelernt habe, befüllt. Unten mit Steinen, damit keine Staunässe entsteht, darauf Pappe, denn diese ist Zellulose und Kohlenstoffreich und zusammen mit der nächsten Schicht aus grünen Küchenabfällen und normaler Erde entsteht ein wunderbarer nährstoffreicher Boden für die Samenaufzucht.

Auch in einen von mir ausgehöhlten Bananen Stamm versuche ich gerade etwas groß zu ziehen. Es sprießt glücklicherweise nur so in den Kokosnuss Schalen und es ist eine Freude den Sachen beim wachsen zu zu sehen. Das Pikieren hat mich jedoch nachdenken lassen, das ist nicht wirklich natürlich. Mal schauen ob ich dabei bleiben möchte und was es noch so für Wege gibt.

Beim wässern des Gartens kommen gerne mal große Unkräuter vorbei und berauben die kleinen des kühlen erfrischenden Nasses. Aber alles will wachsen und gedeihen und da es ein kein Unkraut gibt, sondern nur Beikraut, gieße ich natürlich diese ganz besonders gern 😉

Schließlich braucht es ja eine Menge Kraft, um all die neuen Dinge zu entdecken, und das Wasser der Grundstein des Lebens ist, wissen wir alle. Jedenfalls wird von den Kindern hier ja so ziemlich alles bespielt, was ihnen in die Hände kommt, kleine Vögel, Fledermäuse, Libellen, Schildkröten usw dürfen sich in Kinderhänden winden. Da schlucke ich so manches mal, wenn ich das Leid der Tierchen sehe. Hier ein Babyflughund, der eigentlich lieber schlafen würde.

Aber auch unsere Hühner haben da so einiges zu erleiden, nur kann ich das hier eingrenzen. Ich darf sie immer nämlich immer wieder daran erinnern, dass alle Lebewesen Schmerz wie wir empfinden. Irgendwie scheint es nicht hängen zu bleiben und ich fühle mich schon wie eine Schallplatte. “Wenn das Kind etwas nicht versteht, dann sollte der Sender seine Worte wechseln”. Mhm, mir fallen nur keine mehr ein. Jedenfalls war ich fleißig Stroh sammeln und habe den Hühnerstall erweitert, damit alle unsere brütenden Damen es gemütlich haben. Die ersten Küken sind da, weitere folgen..

Und dann gab es mal wieder ein Fest im Dorf. Ich hab wieder mitgeholfen beim backen und kochen und vor bereiten. Irgendwie verbindet das ja. Habe mich diesmal auch schon viel mehr ausgetauscht und gleich mal ein neues Rezept an Land gezogen. Wie immer ohne Maßangaben, aber das werde ich bei ausprobieren schon raus bekommen. Ganz schön anders das Leben hier unten.. Spannend und lehrreich.

Und dann war da der groß angekündigte Swell, der dann auch so eintraf und wirklich riesig war- Leider in perfekter Kombination mit einer Springtide, d.h. hoher Wasserstand bei Flut und große Wellen. Jo’s Arbeitsplatz ist so dich am Meer, der wurde etwas weggespült. Etwas ist gut, ich war bei einer hereinkommenden Welle anwesend, schon ziemlich beängstigend. Auch bei uns ist so einiges am Land weggebrochen und der Hafen aus unserem Dorf ist komplett verschwunden. Zumindest hat der Strand sich so verändert, dass es jetzt keinen Fluss mehr zum baden gibt und ich ein Haus sehen kann, welches vorher hinter einem dichten Wall aus Busch versteckt war. Die Kraft des Meeres.

Und dabei kann das da am Strand so schön sein und ist es die meiste Zeit ja auch, aber dieser Swell war wirklich heftigst! Nichtsdestotrotz bin ich weiterhin mehr wie glücklich mit meinen Händen in der Erde hier und dem Kopf in der salzigen Luft. Auch meinen drei Damen schmeckt das Leben hier mit jedem Tag mehr. Welch Freude

Fühlt euch gegrüßt und eingeladen zum helfen vorbei zu kommen..

 

 

 

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